Traditioneller Weihnachtskuchen aus Verona


Auch wenn es nach diesem Rekord-Sommer kaum vorstellbar scheint, türmen sich bereits wieder Lebkuchen und Weihnachtsgebäck im Supermarkt. Was für uns der Christstollen ist, ist für den Italiener der Panettone. 

Auch bei uns wird der kuppelförmige, italienische Früchtekuchen aus Hefeteig immer beliebter. Zur Weihnachtszeit findet man den traditionellen Klassiker im Handel und auch im Restaurant bei seinem Lieblingsitaliener.

Der Weihnachtsstollen hat in Deutschland Tradition. Schon seit dem 14. Jahrhundert gibt es den Hefekuchen, der mit seiner dicken Puderzuckerschicht an das Christkind erinnern soll. Doch der Klassiker hat einen Rivalen bekommen: Mit einem leichteren Teig und kandierten Früchten ist der Panettone von Bauli in seiner typischen lilafarbenen Verpackung ab Oktober wieder in vielen Supermärkten erhältlich.

Die Ursprünge des italienischen Gebäcks Panettone reichen bis ins Mittelalter zurück. Bis heute setzen zahlreiche Bäckereien und Unternehmen in Italien auf ihre überlieferten Rezepte für das besondere Weihnachtsbrot und streiten sich darüber, ob der Klassiker nun in Mailand oder Verona zum ersten Mal gebacken wurde.


Das italienische Familienunternehmen Bauli in Verona produziert den traditionellen Weihnachtskuchen seit 90 Jahren und bereits in dritter Generation und setzt dabei auf natürliche Inhaltsstoffe und ein gut gehütetes Geheimrezept. Bis zu 40 Stunden wird die natürliche Hefe angesetzt.

Durch die lange Gärung wird der Früchtekuchen besonders luftig und entwickelt sein einzigartiges Aroma. "Das Geheimnis unseres Panettones liegt in der richtigen Mischung von Hefe, Wasser und Mehl. Hinzu kommen traditionell Butter, frische Eier, Zucker, weiche Orangenschalen und Rosinen“, erklärt Bauli-Inhaber Michele Bauli seine Rezeptur.

Um den Panettone ranken sich viele Legenden. Die Berühmteste ist, dass an einem Weihnachtsvorabend dem Küchenchef am Hofe von Ludovico Sforza im 15. Jahrhundert ein vorbereiteter Kuchen verbrannte. Daraufhin opferte der Küchenjunge Toni den Sauerteig, den er eigentlich für sein eigenes Weihnachtsfest aufgehoben hatte.



Er fügte nach und nach Mehl, Eier, Zucker, Rosinen und kandierte Früchte hinzu, bis er einen weichen und sehr stark aufgegangenen Teig erhielt. Das Ergebnis hatte durchschlagenden Erfolg und wurde von Ludovico Sforza zu Ehren seines Erfinders Pane di Toni, also Brot von Toni, genannt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Name zu Panettone.

Heute gibt es ihn nicht nur in der klassischen Variante, sondern auch mit dunkler Schokolade und roten Früchten oder Orangenlikör.

Den Panettone von Bauli gibt es seit Oktober fast überall im Einzelhandel und in Kaufhäusern und liegt um die 10 Euro.

Mehr unter www.bauli.it





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